Grube Prinz Friedrich, Obersdorf

Der Tiefe Stollen der Grube Prinz Friedrich.

Die Grube Prinz Friedrich lag im Wilnsdorfer Ortsteil Obersdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein.

 

Die Gangmittel der Grube waren:

  • Prinz Friedrich: Der Gang war 425 m lang und bis 1 m mächtig, allerdings größtenteils unbauwürdig.

  • Pickhardt Gang: Der Gang der konsolidierten Grube Pickhardt war 330 m lang und 1,3 m mächtig.

  • Blaue Hessel: Der Gang war 178 m lang und nur stellenweise bauwürdig.                                                       Als Stollen dienten der Tiefe Pickhardt Stollen im Leimbachtal und ein Flügelort im Tiefen Silberqueller Erbstollen im Obersdorftal. 1848 konsolidierte die Grube mit Handbeil und Erstes Glück, 1878 folgte die Konsolidation mit Pickhardt. Später wurde der Betrieb von der in der Nähe liegenden Grube Ameise aufgekauft. Tiefbau wurde im 88 m tiefen Schacht Blaue Hessel betrieben. 1872 wurde mit 3.145 t Eisenstein die größte Förderung erzielt. 1903 wurde der Betrieb eingestellt.                           

  • Adam, Obersdorf

  • Adolf, Obersdorf

  • Aurora, Obersdorf

  • Erstes Glück, Obersdorf; verliehen 1847, seit 1848 zu Prinz Friedrich.

  • Hahnengeschrei, Obersdorf

  • Handbeil, Obersdorf / Eisern; verliehen vor 1812 unter dem Namen "Handbeil und Pickhardt". Neu verliehen 1838, es gab einen Oberen und einen Tiefen Stollen, ebenfalls seit 1848 zu Prinz Friedrich. Abgebaut wurde Spateisenstein.

  • Hossiana, Obersdorf

  • Pickhardt, Obersdorf; verliehen bereits vor 1812 unter dem Namen Handbeil und Pickhardt. Seit 1878 zu Prinz Friedrich gehörend, 1870 wurde mit 1.861 t Eisenstein die größte Förderung erzielt. Im Leimbachtal war der Tiefe Stollen der Grube angesetzt.

Mineraliensuche auf der oberen Stollenhalde der Grube Prinz Friedrich. Hier fand man vorwiegend Erzminerale wie z.B. Galenit, Tetraedrit, Alloklas und seltener Hauchecornit in den Siderit und Quarzdrusen.

Schürfarbeiten in den Pingen der Grube Prinz Friedrich im Bereich des Grubenfeldes Hahnengeschrei.

Ein Querschnitt der Pingenhalde. Sehr schön kann man den quarzigen Brauneisenstein sehen, der in einer Lage von ca. 40 cm tief unter der Grasnarbe eingebettet ist.

Detailaufnahme der Mineralführenden Schicht. Hier konnten Coronadit und Oxyplumboroméit in hervorragender

Qualität gefunden werden!

Oxyplumboroméit in Brauneisenstein. Bildbreite: 27 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt.

Coronadit auf Limonit. Bildbreite: 13 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt.

Coronadit in feinen Nadelbüschel. Bildbreite: 12 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt.

Eine Große Rarität stellen diese roten Karminit Kristalle dar! Begleiter sind Mimetesit und Segnitit. Karminit ist nur in wenigen Exemplaren gefunden worden. Bildbreite: 1,5 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.

Galenit auf Siderit. Bildbreite: 2,7 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt.

Kupfer mit einer dünnen Partina von Malachit. Bildbreite: 1,5 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt

Erythrin auf Glaskopf. Bildbreite: 1 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.

Hauchecornit als große Seltenheit in einer Quarzdruse. Bildbreite: 1,5 mm. Sammlung: Markus Henrich.

Oxyplumboroméit als Umwandlungsprodukt von Antimonit. Bildbreite: 1 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt.

Tetraedrit in Siderit Druse. Bildbreite: 2 mm. Sammlung: Matthias Reinhardt

Mimetesit Garbe auf Limonit. Bildbreite: 4,5 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.

Alloklas eingewachsen in Quarz. Bildbreite: 1 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.

Grüner Pyromorphit. Bildbreite: 1,7 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.

Rosafarbener Skorodit. Bildbreite: 1 mm. Sammlung: Sigismund Hupfer.